SYMPOSIUM 2017

Emil Nolde,

Emil Nolde, „Selbstbild“, Gemälde 1917, ©Nolde Stiftung Seebüll
Nolde

Symposium:
Emil Nolde in seiner Zeit.
Im Nationalsozialismus

In Zusammenarbeit mit der

Frankfurter Allgemeine Zeitung Logo

Nolde

2017 wäre der Expressionist Emil Nolde 150 Jahre alt geworden. Das Ereignis wurde nicht nur im Nolde Museum Seebüll sondern auch in einer Reihe weiterer Ausstellungen mit viel Erfolg gefeiert, in denen die vielen unterschiedlichen Facetten dieses Ausnahmekünstlers inszeniert und gezeigt wurden.

Jedes Jahr kommen mehr als 60.000 Besucher in das nahe der deutsch-dänischen Grenze gelegene Seebüll, um Emil Nolde und seine Kunst, den von ihm angelegten Garten sowie
sein ehemaliges Wohn- und Atelier Haus inmitten der imposanten Marschlandschaft Nordfrieslands zu erleben. Das Kuratorium der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde – gegründet 1956 – sieht sich in der Verpflichtung, Leben und Werk Emil Noldes einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, darüber hinaus aber auch wissenschaftlich zu ergründen und aufzuarbeiten.

Zum Abschluss dieses besonderen Jubiläumjahres soll deshalb auf das Thema „Nolde in seiner Zeit“ auf das Leben und Wirken des Künstlers im Dritten Reich eingegangen werden. Seine Sympathien für den Nationalsozialismus sind seit langem bekannt. Trotzdem wurde er von den damaligen Machthabern zurückgewiesen, sein Werk als “entartete Kunst“ geächtet und aus allen deutschen Museen verbannt. Nach 1945 wird Emil Nolde dann einer der bekanntesten und gefragtesten Künstler in Deutschland. Dabei kommen auch die eigene Legenbildung und eine im Nachkriegsdeutschland gängige Verdrängung der Vorgänge im Dritten Reich zum Tragen.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Nolde Stiftung zusammen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Symposium:

nolde im nationalsozialismus
Das Symposium ist in einer Publikation dokumentiert:
Christian Ring (Hrsg.), Emil Nolde in seiner Zeit. Im Nationalsozialismus, Tagungsband zum Symposium veranstaltet von der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde in Kooperation mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, München 2019

Emil Nolde in seiner Zeit. Im Nationalsozialismus
am Donnerstag, den 26. Oktober 2017, ab 14 Uhr, und
am Freitag, den 27. Oktober 2017, ab 10 Uhr, in der
Akademie der Künste Hamburg
Klosterwall 23, 20095 Hamburg

Der Eintritt ist frei.
 
 
» Symposium Programmablauf zum Download
 

Unser Programm

Donnerstag, 26. Oktober 2017
14.00 UhrSektion I: Begrüßung
Christian Ring, Direktor Nolde Stiftung Seebüll
14.15 UhrEmil Nolde - Das ganze Bild
Kirsten Jüngling, Publizistin, Nolde-Biografin, Köln
14.45 UhrModeration
Jürgen Kaube, Herausgeber Frankfurter Allgemeine Zeitung
15.00 UhrKUNST UND KUNSTPOLITIK IM NATIONALSOZIALISMUS
15.00 UhrEmil Nolde und die Wanderausstellung „Entartete Kunst“
Prof. Dr. Aya Soika, Bard College Berlin
15.30 UhrAusnahme oder Regel? Zu den widersprüchlichen Praktiken der Reichskammer der bildenden Künste.
Nina Kubowitsch, Provenienzforschung, Abt. Schlösser und Sammlungen, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Potsdam; Promotionsvorhaben zur Reichskammer der bildenden Künste
16.00 UhrEmil Noldes Spätwerk und der Magische Realismus. Wege des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit in den NS-Staat.
Christian Drobe (M.A.), Stipendiat an der MLU Halle-Wittenberg und Doktorand am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas in Halle
16.30 UhrDiskussion
19.00 UhrSektion II: Abendveranstaltung
19.00 UhrDas Nolde-Dilemma im Rahmen der „Gleichschaltung“ der Künste 1933 – 1937
Prof. em. Dr. Berthold Hinz, Kassel

Freitag, 27. Oktober 2017

10.00 UhrSektion III: KÜNSTLER, SAMMLER UND HÄNDLER IM NATIONALSOZIALISMUS
10.00 Uhr„Die Nation sollte diesen großen, sehr deutschen Mann kennen“ – Hildebrand Gurlitts kunsthistorischer Blick auf Emil Nolde
Dr. Meike Hoffmann, Forschungsstelle „Entartete Kunst“, Freie Universität Berlin
10.30 Uhr„Schön ist es, dass meine Sachen bei Ihnen dauernd Freunde finden“. Emil Nolde und die Galerie Ferdinand Möller
Dr. Wolfgang Schöddert, Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Provenienzforschung,
Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
11.00 UhrEmil Nolde und die Sammlung Hess
Anna Heckötter, Kunsthistorikerin, Frankfurt a. M.
11.30 UhrEmil und Ada Nolde, Eduard und Irene Erdmann - Bemerkungen zu ihrer Freundschaft.
Prof. Dr. Volker Scherliess, Lübeck
12.00 UhrDiskussion
13.00 UhrSektion IV. NOLDE IM NATIONALSOZIALISMUS
13.00 UhrIdeologische Heimat? Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus
Prof. Dr. Uwe Danker, Europa-Universität Flensburg
13.30 UhrZwei nationalsozialistische Bewegungen im demokratischen Dänemark – eine dänische und eine deutsche
Prof. Dr. Henrik Becker-Christensen, Generalkonsul a.D.
14.00 UhrNolde im Nationalsozialismus
Dr. Bernhard Fulda, Sidney Sussex College/Cambridge
14.30 UhrDiskussion
15.00 Uhr Schluss Moderation
Nolde
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