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Nolde

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„Herbstblumen (A)“, Gemälde 1931,
Dauerleihgabe aus Privatbesitz

Nolde

Als Dauerleihgabe aus Privatbesitz bereichert das Gemälde „Herbstblumen (A)“ aus dem Jahr 1931 seit Kurzem die Sammlung der Nolde Stiftung Seebüll und ergänzt den Bestand von Ölbildern mit Blumen aus dem Seebüller Garten.

Für das Gemälde arrangiert Nolde eine großzügige Auswahl an späten Sommerblumen aus dem Garten Seebüll. Sie spiegelt das fulminante Finale der Stauden im Bauerngarten, der auf Noldes Sommeraufenthalte in Seebüll ausgerichtet ist; die Winter verbringt er meist in Berlin. Nolde inszeniert die gelb-orange leuchtenden Blütenkörbe der Sonnenblumen mit einzelnen saftig grünen Blättern, roten und weißen Gladiolenrispen, einem vielfarbigen Bund unterschiedlicher Dahlien sowie blauen Blumen im Mittelgrund, vielleicht ein Rittersporn oder Storchschnabel, zu einem Potpourri von Farben und Formen. Es scheint, als ob die Blumen gerade erst geschnitten wurden, so frisch strahlen sie. Weder der kaum auszumachende Vordergrund noch der dunkle Hintergrund lassen Rückschlüsse auf den Standort zu.

Im Alltag umgeben Blumen das Ehepaar Nolde überall, sowohl in der Berliner Wohnung als auch in Seebüll. Dort zieht Ada in einer eigenen Blumenstube Zimmerpflanzen, die auf Fensterbänken und Tischen die Farbpracht des Gartens im ganzen Haus fortsetzen. Den Garten legt Nolde gleichzeitig mit dem Bau des Wohn- und Atelierhauses Seebüll 1927 an und ordnet ihn spielerisch nach den Initialen A und E (für Ada und Emil). Durch die Symbiose von Architektur und Künstlergarten entstand in der amphibischen Landschaft des Gotteskoogs ein Gesamtkunstwerk. Die üppig blühenden Stauden, ein- und zweijährige Sommerblumen, die Dahlien und der Mohn verwandelten den Garten schnell in einen bunten Blumenteppich. So berichtet Nolde bereits ein Jahr nach dem Umzug an seinen Freund Hans Fehr von dem „jungen Garten mit seiner schwellenden Blumenfülle, so schön, wie niemals zuvor wir es hatten. Die Sonnenblumen steigen so hoch und ich mit rückwärts gebeugtem Nacken stehe der Schönheit dankbar staunend davor. Es waren hier eine Reihe schönster Tage, kaum fassbare Farben glühen, und der Resedaduft wird getragen bis ans Haus hinan.“

Neben der Dauerleihgabe werden weitere Gemälde erstmalig in Seebüll ausgestellt:

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