

Die Dependance Berlin bietet mit der Ausstellungsreihe „Kunst im Foyer“ jungen Künstlern die Möglichkeit, jeweils einen Monat die Stirnwand an der Freitreppe zur Ausstellung mit Bildender Kunst, Plastik, Fotografien oder Installationen zu bespielen, die einen engen Bezug auf die im Obergeschoß gezeigte Ausstellung nimmt. Die Kooperation zwischen einer traditionsreichen, musealen Institution wie der NoldeStiftung Seebüll und ausgewählten jungen Künstlern, die von renommierten Galerien vertreten werden, ist in Berlin einzigartig.
Wir möchten ein visuelles und intellektuelles Spannungsfeld zwischen den Werken eines weltberühmten Malers wie Emil Nolde und junger Kunst erzeugen und somit die Öffentlichkeit teilhaben lassen an einer spannenden Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Künstlergenerationen und unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen. Dem klassischen Museumsbesucher soll mit diesem Projekt die Möglichkeit eröffnet werden, sehend zu entdecken, wie ein lebender Künstler der Gegenwart auf eine Größe der Kunstgeschichte reagiert, sich an Emil Nolde orientiert, sich an ihm misst, von ihm lernt oder ihm widerspricht. Dieser künstlerische Dialog zwischen etablierter Malerei und aktuellen Kunstpositionen soll neue Blickwinkel auf das Werk Noldes eröffnen. Zugleich stellt das Oeuvre Noldes den klassischen Kanon dar, an dem sich die gegenwärtige Kunst misst.
März/ April 2010: Alain Clément