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Direktor der Nolde Stiftung Seebüll wird Ehrenprofessur verliehen

Direktor der Nolde Stiftung Seebüll wird Ehrenprofessur verliehen



Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Peter-Harry Carstensen, verlieh am 23. April 2009 in einem Festakt in Seebüll Dr. Manfred Reuther, dem Direktor der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein und würdigt damit in besonderer Weise die großen Verdienste Dr. Reuthers um das Werk Emil Noldes sowie um die Stiftung des Malers in Seebüll.
Nach der Laudatio des Ministerpräsidenten hielt Fritz von Beyme, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Nolde Stiftung Seebüll, die Festansprache. Der Schülerchor einer 11. Klasse der Auguste-Viktoria-Schule, Flensburg, gestaltete unter der Leitung von Dr. Christoph Schmidt mit dem  Saxophonisten Lasse Grunewald das musikalische Rahmenprogramm.

Dr. Manfred Reuther, geboren 1944 im Sauerland, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, an den Universitäten Marburg und Tübingen Germanistik, Geschichte, Philosophie  und Kunstgeschichte und promovierte über das Frühwerk Emil Noldes. Nach einer kurzen Lehrtätigkeit als Kunsterzieher wurde Manfred Reuther wissenschaftlicher Mitarbeiter der Nolde Stiftung Seebüll und 1992 deren Direktor.

Dr. Reuther hat mit zahlreichen Veröffentlichungen über das Leben und Werk des Malers Emil Nolde die Forschung vertieft und vorangetrieben, darüber hinaus eine Vielzahl wissenschaftlicher Projekte im In- und Ausland betreut und gefördert sowie über den deutschen Expressionismus und zeitgenössische Kunst publiziert.
Neben der Jahresausstellung in Seebüll wurden unter seiner Ägide einschlägige Themen-Ausstellungen und umfassende Nolde-Retrospektiven in enger Kooperation mit renommierten Museen erarbeitet und weltweit mit großem Erfolg gezeigt, u.a. in München, Hamburg, Berlin oder Karlsruhe, in Boston, Lugano, London, Kopenhagen, Oslo, Wien, Madrid, Barcelona, Den Haag, Tokio oder Paris. Zu all diesen Ausstellungen sind  umfangreiche Kataloge mit wichtigen Beiträgen erschienen.

Zum 50-jährigen Bestehen der nach dem Tod des Malers im Jahre 1957 gegründeten Nolde Stiftung Seebüll initiierte Manfred Reuther eine grundsätzliche Neuausrichtung der Stiftung, um den eingetretenen Veränderungen nachzukommen und künftigen Anforderungen entsprechen zu können.
Ein Meilenstein dieser „Weiterentwicklung des Ursprünglichen“ bildete die Neugestaltung und Erweiterung in Seebüll  mit dem Forum als Eingangsgebäude, dem Kontor als Verwaltungs- und Schatzhaus sowie dem Botanicum, für die der ausführende Architekt Walter Rolfes den BDA Preis 2007 erhielt.
Im Herbst 2007 eröffnete die Stiftung ihre Nolde Dependance Berlin im Zentrum der Hauptstadt, um der besonderen Beziehung des Malers zu Berlin Rechnung zu tragen und um verstärkt ein internationales Publikum an sein Werk heranzuführen.

Mit dem Projekt der „Weiterführung des Ursprünglichen“ hat Manfred Reuther Seebüll modernisiert und als zukunftsträchtige, besucherorientierte Kunstinstitution ausgebaut sowie das Renommee der Stiftung weiter gefestigt. Das neue Restaurant Seebüll mit den Gästezimmern hat er – auch als persönliches Anliegen – an das Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk , Husum, verpachtet, das in Seebüll  junge Menschen mit Handikap in Küche und Service ausbildet.


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